Die wichtigsten Grundlagen

Was ist elektromagnetische Strahlung?

Elektrosmog, elektromagnetische Strahlung, Hochfrequenz, Niederfrequenz … Haben Sie den Durchblick, wenns um all die Begriffe und ihren Einfluss auf unser Leben geht? Wir erleben in unseren Beratungen und Messungen oft, dass da eine gewisse Verwirrung herrscht. Auf dieser Seite klären wir auf.

Strahlungsquellen erkennen

Elektromagnetische Strahlung begegnet uns, also auch Ihnen, jeden Tag: Stromleitungen in der Wand, WLAN-Router im Homeoffice, Telefonieren mit dem Smartphone, eine Lampe, die leuchtet … Auf dieser Seite bringen wir wortwörtlich Licht ins Dunkel.

Elektrosmog besser verstehen

Wir erklären, was Elektrosmog bedeutet, wie elektromagnetische Felder und elektromagnetische Wellen zusammenhängen und worin sich Hochfrequenz und Niederfrequenz unterscheiden. So erhalten Sie eine verständliche Grundlage.

Strahlenbelastung einschätzen

Es ist sinnvoll, die Strahlenbelastung im Alltag besser einordnen zu können, bevor Sie ein Messgerät kaufen oder eine professionelle Messung beauftragen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten können und welche ersten einfachen Maßnahmen sinnvoll sind.

Profimessung oder selber messen?

Ob professionelle Elektrosmog-Messung durch IBES oder eigene Kontrolle mit einem Messgerät – wir bieten für jeden Bedarf die passende Lösung.

Grundlagen kompakt

Elektromagnetische Strahlung – das Wichtigste in Kürze

Felder oder Strahlung – der Unterschied

Elektromagnetische Strahlung und elektromagnetische Felder: die Begriffe bringt man im Alltag gern durcheinander. Fachlich gesehen meint das Feld aber eher die Ursache und Strahlung ist die wirkende Energie. Elektromagnetische Strahlung ist nichts anderes als sich ausbreitende Schwingungen elektromagnetischer Felder.

Was sind elektromagnetische Felder?

Ein elektromagnetisches Feld ist die räumliche Verteilung der Kräfte, während Strahlung die Energie ist, die sich als Welle im Feld ausbreitet. Physikalisch sind sowohl Feld- als auch Strahlungs-Erscheinungsformen dasselbe: elektromagnetische Wellen. Elektromagnetische Felder entstehen sowohl natürlich als auch technisch. 

Nichtionisierend

Das Bundesamt für Strahlenschutz ordnet elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder der sogenannten nichtionisierenden Strahlung im elektromagnetischen Spektrum zu.

Dazu zählen zum Beispiel niederfrequente Felder aus dem Stromnetz und hochfrequente elektromagnetische Felder aus Funkanwendungen wie Mobilfunk oder WLAN.

Strahlenbelastung

Für Ihre persönliche Strahlenbelastung sind vor allem drei Fragen wichtig:
Ein Verlängerungskabel am Bett, ein WLAN-Router und eine Mobilfunkantenne werden in Suchanfragen unter „EMF Strahlen“ oder „Elektrosmog“ zusammengefasst.

Elektromagnetisches Spektrum

In diesem Video erfahren Sie mehr über das elektromagnetische Spektrum:

Natürliche und technische Quellen

Sonnenlicht, Erdmagnetfeld und Gewitter gehören zu natürlichen elektromagnetischen Einflüssen. Hausstrom, Netzteile, WLAN und Mobilfunk sind technisch erzeugte Quellen elektromagnetischer Felder.

Hochfrequenz und Niederfrequenz

Leitungen in der Wand, Netzteil, Induktionskochfeld erzeugen vor allem niederfrequente Felder. WLAN-Router oder Smartphone senden hochfrequente Felder. Physikalisch sind das unterschiedliche Frequenzbereiche.

Erst einordnen, dann messen

Wenn Sie Ihre Strahlenbelastung prüfen möchten, klären Sie zuerst: Geht es um Strom und Elektroinstallation oder um Funk und drahtlose Übertragung? Erst danach wählen Sie ein Messgerät oder beauftragen einen Profi für die Messung.

Grundlagen kompakt

Elektromagnetismus: die physikalische Grundlage

Felder oder Strahlung – der Unterschied

Physikalisch reicht elektromagnetische Strahlung vom energiereichen UV und Röntgenlicht bis zu Radiowellen. Wir widmen uns hier dem nichtionisierenden Bereich – als Felder und Wellen aus Stromversorgung und Funktechnik.

Was sind elektromagnetische Felder?

Elektromagnetismus beschreibt den Zusammenhang zwischen elektrischen und magnetischen Vorgängen. Ein elektrisches Feld entsteht, sobald an einer Leitung oder an einem Gerät Spannung anliegt. Ein magnetisches Feld entsteht, wenn Strom fließt.

Was sind elektromagnetische Felder?

Verändern sich diese Felder zeitlich, können sich elektromagnetische Wellen ausbreiten. Auf diesem Prinzip beruhen sowohl Teile der Stromversorgung als auch viele drahtlose Anwendungen (Radio, Mobilfunk, WLAN).

4-Schritte-Logik

Praxisbeispiel

Wenn Sie eine Stehlampe einstecken, liegt Spannung an. Wenn Sie sie einschalten und Strom fließt, kommt zum elektrischen Feld ein magnetisches Feld hinzu.

Grundlagen elektromagnetischer Belastungen

Was ist Elektrosmog?

Elektrosmog ist ein alltagssprachlicher Sammelbegriff für technisch erzeugte elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder. Offizielle Stellen verwenden meist genauere Begriffe wie elektromagnetische Felder oder nichtionisierende Strahlung.
Der Begriff bleibt trotzdem nützlich, weil viele Menschen genau danach suchen. Für eine saubere Einordnung, zum Beispiel beim Messen, reicht das Wort allein aber nicht aus: Entscheidend sind immer Quelle und Feldart.

Niederfrequente und hochfrequente Felder

Hochfrequenz & Niederfrequenz – der Unterschied

Warum das in der Praxis wichtig ist? Weil nicht jedes Messgerät beide Bereiche gleich gut erfasst. Und da passieren aus unserer Erfahrung die häufigsten Fehler. Wenn Sie messen wollen, müssen Sie deshalb zuerst klären, ob die vermutete Quelle eher aus dem Strombereich oder aus dem Funkbereich stammt.
Bereich Unterbereich Quellen
Niederfrequenz Elektrisches Feld Hausinstallation, Verlängerungskabel, Netzteil, Leitungen in Wänden
Niederfrequenz Magnetisches Feld Stromleitungen, Trafos, Bahnleitungen, Geräte mit hohen Strömen
Hochfrequenz Mobilfunk, WLAN, DECT (Babyphone oder Telefon), Smartphone

Messgeräte

Es gibt Kombi‑Messgeräte, die Hoch‑ und Niederfrequenz erfassen. Die finden Sie in unserem Shop.  Unsere Experten arbeiten mit ausgewählten Profi‑Messgeräten – z. B. von Nauser oder ESTEC –, die jede Feldart gezielt und deutlich genauer abbilden.

Grenzwerte und Gesetze

Sämtliche Geräte und Installationen unterliegen Grenzwerten und Gesetzen. Was in Deutschland wie geregelt und von wem kontrolliert wird? Das haben wir für Sie zusammengetragen.

Was in Wohn- und Arbeitsräumen wichtig ist

Elektrische Wechselfelder

Elektrische Wechselfelder spielen in Wohnungen eine wichtige Rolle, weil sie direkt mit Leitungen, Steckdosen und angeschlossenen Geräten zusammenhängen. Besonders relevant werden sie dort, wo Sie sich lange aufhalten, zum Beispiel im Schlafzimmer oder am Arbeitsplatz. Wir haben die wichtigsten Fragen dazu für Sie zusammengetragen.
Elektrische Wechselfelder entstehen überall dort, wo Wechselspannung anliegt. Das betrifft zum Beispiel Leitungen in Wänden, Steckdosen, Lampenkabel oder angeschlossene Geräte.
Typische Stellen sind Wände mit Leitungen, Verlängerungskabel, Netzteile, Lampen und Geräte in der direkten Nähe zu Bett oder Schreibtisch.
Ja. Mehr Abstand zur Quelle verringert in der Regel die Einwirkung. Schon kleine Änderungen in der Anordnung können deshalb sinnvoll sein.
Prüfen Sie Netzteile am Bett, Mehrfachstecker unter dem Schreibtisch, Leitungen hinter dem Kopfteil und Geräte, die dauerhaft am Strom hängen. Damit schaffen Sie eine erste Übersicht über mögliche Quellen.

Grundlagen elektromagnetischer Belastungen

Diese Feldarten begegnen Ihnen im Alltag

Elektrische Wechselfelder sind nur ein Teil des Gesamtbildes. Die folgende Übersicht zeigt, welche weiteren Feldarten im Alltag eine Rolle spielen können.

Nicht jede Quelle gehört zur gleichen Kategorie. Diese Übersicht zeigt, welche Arten von Feldern und Einwirkungen im Zusammenhang mit Elektrosmog und Umweltstrahlung wir unterscheiden. Und wo Sie ihnen typischerweise begegnen.

Magnetische Wechselfelder

Sie entstehen durch fließenden Wechselstrom, zum Beispiel an Leitungen, Trafos oder elektrischen Geräten mit hohem Stromverbrauch.

Hochfrequenz / Funkfelder

Sie gehören zu den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und treten bei Mobilfunk, WLAN und anderen Funkanwendungen auf.

Magnetische Gleichfelder

Dazu gehört das Erdmagnetfeld. Auch magnetisierte Materialien oder große Metallteile können lokale Veränderungen verursachen.

Statische elektrische Felder / Aufladung

Sie entstehen durch ruhende elektrische Ladungen, zum Beispiel an Kunststoffen, Textilien oder Oberflächen bei trockener Luft.

Radioaktivität

Sie gehört zur ionisierenden Strahlung und damit nicht in denselben Bereich wie die auf dieser Seite behandelten nichtionisierenden elektromagnetischen Felder.

Lichtemissionen

Licht ist elektromagnetische Strahlung. Im Alltag spielen dabei Helligkeit, Zeitpunkt und Lichtspektrum eine Rolle.

Wie möchten Sie weiter vorgehen?

Sie kennen jetzt die wichtigsten Grundlagen zu elektromagnetischer Strahlung, Elektrosmog und den Feldarten im Alltag. Wenn Sie Ihre eigene Situation prüfen möchten, haben Sie zwei sinnvolle nächsten Schritte.
Anfrage

FAQ

Häufige Fragen zu Elektromagnetischer Strahlung

Statische Aufladung entsteht, wenn Materialien aneinander reiben und elektrische Ladungen entstehen. Das passiert häufig bei Kleidung,Teppichen oder synthetischen Stoffen in trockener Luft. Spürbar wird das als Knistern, Haften der Kleidung oder kleiner Schlag an Türklinken und Metallteilen. Solche Effekte ordnet man den elektrischen Gleichfeldern beziehungsweise statischen Ladungen zu.
Ja, in Gebäuden kann natürliche Radioaktivität vorkommen – zum Beispiel durch das Edelgas Radon aus dem Untergrund oder in Einzelfällen durch bestimmte Baustoffe. Radon kann über undichte Stellen ins Haus gelangen und sich in Innenräumen anreichern. Das erleben wir immer wieder bei Messungen in Häusern oder Wohnungen. Je nach Ergebnis sind bauliche oder lüftungstechnische Maßnahmen möglich.
Ja, Licht beeinflusst den Menschen weit über das Sehen hinaus. Helligkeit, Lichtfarbe und Tageslicht spielen eine wichtige Rolle für innere Rhythmen und den Hormonhaushalt. Laut dem Seiteninhalt können technische Leuchten – besonders bei wenig Tageslicht oder ungünstigen Lichtverhältnissen – das Befinden beeinträchtigen und Beschwerden verstärken.
Ja. Bildschirme zählen zu den häufigsten Quellen elektrostatischer Felder am Arbeitsplatz. Besonders in trockenen Räumen, bei ungünstigen Materialien oder fehlender Ableitung kann sich statische Elektrizität aufbauen. Das macht sich durch kleine Entladungen, unangenehmes Knistern oder ein belastendes Raumgefühl bemerkbar.

Kann das Erdmagnetfeld Schlafstörungen verursachen?

Die Erde besitzt ein natürliches Magnetfeld. Metallische Bauteile, Eisenarmierungen, Rohre, Federkernmatratzen oder technische Geräte können dieses Feld lokal verändern. Solche Verzerrungen können allenfalls Schlafstörungen, Unruhe oder Kreislaufbeschwerden verursachen. Mehr Informationen zu Gesundheitsthemen finden Sie hier → Gesundheit