5G-Antennen senden mit hohen Pulsniveaus
5G & Mobilfunk – Strahlung verstehen und einordnen
Mobilfunkstrahlung
5G im Zentrum
- Wie stark ist die 5G-Strahlung tatsächlich?
- Welche Rolle spielen Mobilfunkmasten in der Nähe?
- Wie hoch ist die Handy-Strahlenbelastung im Alltag wirklich?
- Was bedeutet das konkret für die eigene Wohnung?
- Und was heißt das schlussendlich für unsere Gesundheit?
Ein konkretes Beispiel
Mobilfunk im Überblick
Wie Mobilfunkstrahlung entsteht und wirkt
- das eigene Smartphone
- WLAN im Haushalt
- umliegende Netzwerke (das WLAN des Nachbarn)
- Mobilfunkantennen
Starke Strahlungsquelle
Die stärkste persönliche Strahlenquelle ist oft nicht die Mobilfunkantenne, sondern das eigene Smartphone bei schlechtem Empfang.
Technik verstehen
Was 5G von 4G unterscheidet
- frühere Netze senden breit in alle Richtungen
- 5G kann Signale gezielt bündeln und ausrichten (Beamforming)
5G-Strahlung ist eine Form der Mobilfunkstrahlung und basiert – wie auch 4G – auf hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung. 5G unterscheidet sich von 4G darin, wie Signale übertragen werden.
Ist 5G stärker oder gefährlicher als 4G? Nein, nicht per se. Die Technologie allein entscheidet nicht über die Belastung. Entscheidend ist, welche Strahlung an einem konkreten Ort tatsächlich messbar ist. Deshalb lässt sich 5G-Strahlung nicht pauschal beurteilen, sondern nur über konkrete Messwerte vor Ort einordnen. IBES misst hochfrequente Mobilfunkstrahlung schon seit über 20 Jahren.
Der zentrale Unterschied liegt in der Signalsteuerung:
Wichtig
Wieviel Strahlung kommt an?
Die Signale werden in kurze Pulse aufgeteilt, die je nach Datenverkehr und genutzten Geräten geschaltet werden. Entscheidend ist nicht ein einzelner Puls, sondern wie viel Strahlung über die Zeit hinweg an einem Ort tatsächlich ankommt und messbar ist. Was bedeutet das? Wenn viele Handys aktiv sind, steigt die Netzaktivität und damit die Strahlung lokal an. Wenn weniger Handys im Einsatz sind, sinkt sie wieder.
Oder um es Plakativ auszudrücken: Viele Menschen in einem Raum erzeugen viel Lärm und Wärme. Wenn nur weniger Menschen in einem Raum sind, wird’s automatisch ruhiger und die Temperatur sinkt.
Mobilfunk in Ihrer Umgebung
Mobilfunkmast in der Nähe: Wie stark ist die Mobilfunkstrahlung wirklich?
Die Strahlung richtig einordnen
Wohnen Sie mit Blick auf einen Mobilfunkmast? Das ist kein schöner Anblick. Zum einen. Und zum anderen strahlt ein solcher Mast auch. Die Erfahrung von IBES zeigt, dass nicht nur die Entfernung entscheidend ist, sondern wie sich die Mobilfunkstrahlung vor Ort ausbreitet.
Komplexe Felder im Wohnumfeld
Mobilfunkantennen senden nicht gleichmäßig in alle Richtungen. Sie sind ausgerichtet und senden die Strahlung kegelförmig aus. Sie arbeiten innerhalb eines komplexen Umfelds aus Gebäuden und Strukturen. Hochfrequente Strahlung durchdringt Beton, Stein und Holz sowieso.
Wie Strahlung wirkt
- abgeschwächt
- reflektiert
- umgeleitet
Messung liefert Fakten
Es gilt deshalb: Die Entfernung zur Antenne allein sagt wenig über die effektive Strahlung aus.
Nur eine Messung auf Grundlage der Grenzwerte liefert Fakten. IBES hält sich dabei an offizielle behördliche sowie baubiologische Grenzwerte.
5G Antenne und körperliche Symptome
Testimonial aus Mailanfragen
Grenzwerte für Mobilfunk und 5G
Diese Grenzwerte sollen ausreichend schützen
| Bereich | Typischer Grenzwert / Richtwert | Was bedeutet das? |
|---|---|---|
| Mobilfunk (Antennen) | z.B. 41–61 V/m (gesetzlicher Maximalwert, je nach Frequenz) | Obergrenze für die Feldstärke im freien Raum, abgeleitet aus internationalen Empfehlungen für die Allgemeinbevölkerung. |
| WLAN | Kein fixer Grenzwert, reale Werte meist deutlich unter Mobilfunkgrenzwerten. | Die Belastung hängt stark von Abstand, Sendeleistung und Nutzungsdauer ab und lässt sich im Alltag gut reduzieren (z.B. nachts abschalten). |
| Smartphone (SAR) | Max. 2 W/kg (am Kopf bzw. Körper, je nach Messvorschrift) | Der SAR-Wert ist ein Laborprüfwert und zeigt, wie viel Sendeleistung ein Gerät bei Normtests maximal abgibt. |
| Innenräume | Individuell, je nach Quellen im und ums Gebäude | Die reale Gesamtexposition ergibt sich aus allen Quellen zusammen und ist nur durch eine Messung vor Ort zuverlässig beurteilbar. |
Die rechtlich verbindlichen Grenzwerte für hochfrequente Felder (z.B. Mobilfunk Basisstationen) sind in Deutschland in der „Verordnung über elektromagnetische Felder“ (26. BImSchV) festgeschrieben. Diese Verordnung übernimmt im Kern die Empfehlungen der internationalen Kommission ICNIRP und legt fest, welche Feldstärken an öffentlich zugänglichen Orten maximal zulässig sind.
Einordnung & Regulierung
Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung: Was sie aussagen – und was nicht
Gesetzliche Regelung
Individuelle Belastung
Grenzwerte
Grenzwerte basieren auf internationalen Empfehlungen von ICNIRP und werden national umgesetzt. Sie orientieren sich am aktuellen Stand der Wissenschaft.
Schutzwirkung
Grenzen
Genehmigung
Mobilfunkanlagen müssen ein Prüfverfahren durchlaufen. Betreiber müssen nachweisen, dass Grenzwerte eingehalten werden. Eine aktuelle Übersicht von 5G Antennen finden Sie hier.
Kontrolle
Das sagen die Behörden
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sieht für hochfrequente elektromagnetische Felder (Mobilfunk, WLAN etc.) bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte derzeit keine wissenschaftlich gesicherten Belege für negative Gesundheitseffekte.
Viele Studien wurden ausgewertet; auf dieser Basis kommt das Amt zum Schluss, dass die Grenzwerte ausreichend Schutz vor bekannten gesundheitlichen Wirkungen bieten, insbesondere vor Erwärmung des Gewebes. Das BfS betont jedoch, dass Mobilfunk ein relativ junges Forschungsfeld sei und Langzeitwirkungen weiter untersucht werden.
Quellen
Das sagen die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz
Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz weisen in Ihrer Medienmitteilung vom Mai 2025 darauf hin, dass die aktuelle Studienlage keine abschließende Entwarnung erlaubt. „Wir geben nach wie vor keine Entwarnung für hochfrequente elektromagnetische Strahlung.“
In ihrer Stellungnahme vom 26. Februar 2024 an das Bundesamt für Kommunikation, Schweiz zu künftigen Mobilfunkfrequenzen in der Schweiz betonen sie zudem, dass insbesondere Millimeterwellen im Bereich 26 und 40 GHz erst dann breit genutzt werden sollten, “…wenn eine verlässliche Risikobeurteilung möglich ist und laufende Studien ausgewertet wurden“.
Quellen
Wie sich Mobilfunkstrahlung in Gebäuden verteilt
Unerwartete Ergebnisse durch erhöhte Belastung
Strahlungsquellen
Mobilfunkstrahlung im Alltag
Handystrahlung: Wie viel Strahlung Ihr Smartphone verursacht
Unter Laborbedingungen
Der SAR-Wert Ihres Smartphones
Der SAR-Wert Ihres Handys gibt eine Orientierung, bildet aber nicht die reale Strahlenbelastung ab. Denn er zeigt Laborwerte unter definierten Bedingungen. Und nicht die tatsächliche Belastung, wenn Sie mit dem Handy telefonieren.
Telefonat im Zug, Auto oder Keller
Schlechter Empfang, hohe Sendeleistung
Telefonat im Wohnzimmer mit gutem Netz
Guter Empfang, geringere Sendeleistung
Telefonieren mit Headset und Abstand
Abstand zum Kopf reduziert die Belastung weiter.
5 Tipps für den Alltag
Wie lässt sich Handystrahlung reduzieren?
- Mit Headset oder Lautsprecher telefonieren
- Handy nicht direkt am Körper tragen
- Flugmodus nachts aktivieren
- Bei schlechtem Empfang möglichst kurz telefonieren
- WLAN nutzen statt Mobilfunk bei schlechtem Signal
Wissenschaftliche Einordnung
5G-Strahlung und Mobilfunkstrahlung: Was sagt die Forschung zu gesundheitlichen Auswirkungen?
Quellen
Vgl. WHO, «Electromagnetic fields» und BAFU, «Internationale Forschung zu hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF EMF)».
Was bedeutet „möglicherweise krebeserrgend“?
Fachzitat Gesundheitsrat der Niederlande (Health council of the Netherlands)
Im Bericht „5G and health“ hält der Rat folgendes fest:
- dass es noch keine Studien zu den spezifischen 5G‑Frequenzen gibt.
- dass mögliche Zusammenhänge mit Krebs, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft zwar nicht bewiesen und nicht wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen sind.
- dass weitere Forschung sowie Monitoring der Exposition vor, während und nach dem 5G‑Rollout nötig sind.
Fazit: Die Forschung liefert Hinweise – aber keine klare Aussage oder komplette Entwarnung für Ihre konkrete Situation.
Sie interessieren sich für wissenschaftliche Studien? Die finden Sie hier:
Profimessung oder selber messen?
Schadet Handy-Strahlung dem Gedächtnis?
Es ist uns inzwischen ein vertrautes Bild: Menschen und ihr Smartphone. Egal ob an der Bushaltestelle, im Zug, im Fitnesscenter.
Überall ist die, man mag fast sagen, Verlängerung unserer Persönlichkeit, mit dabei. Was viele vergessen: Das eigene Smartphone stellt eine hohe Strahlenbelastung dar. Bei schlechter Verbindung strahlt ein Handy bis zu 10 000-mal höher als bei guter Verbindung.
Was Studien zur Handynutzung zeigen
Wussten Sie, dass die Handynutzung einen Einfluss auf unsere Gedächtnisleistung hat? Ein Gedächtnistest mit Jugendlichen zeigt: Jugendliche mit einer hohen Strahlendosis schnitten deutlich schlechter ab als jene mit einer niedrigen Strahlendosis. Der Neurologe Christian Hess, Professor für Neurologie und Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik an der Universität Bern, wird im Bericht des SRF dazu: «Es ist keine Alarmstimmung angesagt, aber wir können die Studie nicht auf die leichte Schulter nehmen.»
Wenn das Handy zur Belastung wird
Fühlen Sie sich ermuntert, das Handy hin und wieder beiseitezulegen? Verminderter Gedächtnisleistung kann eine Folge von zu hoher Strahlenbelastung sein. Menschen berichten uns aber auch immer wieder über Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Tinnitus.
Nächster Schritt
Wie möchten Sie Ihre Situation prüfen?
Die entscheidende Frage bleibt: Wie stark ist die Belastung bei Ihnen? Ein Messgerät ist ein preiswerter erster Schritt für eine erste Orientierung. Eine Profimessung liefert klare Werte und konkrete Empfehlungen.