5G-Antennen senden mit hohen Pulsniveaus

5G & Mobilfunk – Strahlung verstehen und einordnen

Mobilfunkstrahlung

Mobilfunk ist heute Teil des Alltags. Ihr Smartphone, das WLAN zu Hause und Mobilfunkantennen in der Umgebung senden und empfangen ständig Daten. Haben Sie sich schon beobachtet, wie oft Sie selbst täglich zum Handy greifen oder wie ein Tag durcheinandergerät, wenn das WLAN mal nicht funktioniert? Ziemlich ernüchternd, oder? Was wir oft vergessen: All diese Geräte erzeugen hochfrequente Strahlung. Da Mobilfunkstrahlung unsichtbar ist, fällt vielen Menschen schwer, einzuschätzen, was das für sie und ihre Gesundheit bedeutet.

5G im Zentrum

Wie geht es Ihnen gesundheitlich? Stellen auch Sie sich folgende Fragen?
Mobilfunkstrahlung ist heute allgegenwärtig. Entscheidend ist, wie stark sie an Ihrem konkreten Aufenthaltsort ist.

Ein konkretes Beispiel

Sie sitzen im Zug, fahren durch einen Tunnel und auf einmal stockt die Handyverbindung. Dann erhöht das Smartphone automatisch seine Sendeleistung. Und Ihr Körper ist in diesem Moment einer deutlich höheren Strahlung ausgesetzt als bei optimalem Empfang, auch wenn die nächste Antenne weit entfernt ist. Das bedeutet: Die tatsächliche Mobilfunkstrahlung entsteht aus dem Zusammenspiel von Gerät, Empfang, Nutzung, Gebäudesituation und Mobilfunknetz. Eine einzelne Quelle isoliert zu betrachten, reicht deshalb selten aus.
Handy

Mobilfunk im Überblick

Wie Mobilfunkstrahlung entsteht und wirkt

Mobilfunkstrahlung entsteht immer dann, wenn Geräte Daten über elektromagnetische Strahlung übertragen. Ihr Smartphone baut Verbindungen auf, sendet Datenpakete, empfängt Antworten und beendet die Verbindung wieder. Dieser Ablauf wiederholt sich laufend, auch dann, wenn Sie das Gerät kaum aktiv nutzen. Dabei wirken mehrere Quellen gleichzeitig:

Starke Strahlungsquelle

Die stärkste persönliche Strahlenquelle ist oft nicht die Mobilfunkantenne, sondern das eigene Smartphone bei schlechtem Empfang.

Technik verstehen

Was 5G von 4G unterscheidet

5G-Strahlung ist eine Form der Mobilfunkstrahlung und basiert – wie auch 4G – auf hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung. 5G unterscheidet sich von 4G darin, wie Signale übertragen werden.

Ist 5G stärker oder gefährlicher als 4G? Nein, nicht per se. Die Technologie allein entscheidet nicht über die Belastung. Entscheidend ist, welche Strahlung an einem konkreten Ort tatsächlich messbar ist. Deshalb lässt sich 5G-Strahlung nicht pauschal beurteilen, sondern nur über konkrete Messwerte vor Ort einordnen. IBES misst hochfrequente Mobilfunkstrahlung schon seit über 20 Jahren.

Der zentrale Unterschied liegt in der Signalsteuerung:

Wichtig

Ob ein Wert gefährlich ist, hängt aber nicht allein von seiner absoluten Feldstärke ab. Es spielt auch eine Rolle, wie lang man den Strahlungsquellen ausgesetzt ist und wie nah sie am Körper sind.

Wieviel Strahlung kommt an?

Die Signale werden in kurze Pulse aufgeteilt, die je nach Datenverkehr und genutzten Geräten geschaltet werden. Entscheidend ist nicht ein einzelner Puls, sondern wie viel Strahlung über die Zeit hinweg an einem Ort tatsächlich ankommt und messbar ist. Was bedeutet das? Wenn viele Handys aktiv sind, steigt die Netzaktivität und damit die Strahlung lokal an. Wenn weniger Handys im Einsatz sind, sinkt sie wieder.

Oder um es Plakativ auszudrücken: Viele Menschen in einem Raum erzeugen viel Lärm und Wärme. Wenn nur weniger Menschen in einem Raum sind, wird’s automatisch ruhiger und die Temperatur sinkt.

Im Video wird der Unterschied zwischen 4G und 5G gut verständlich erklärt.

Mobilfunk in Ihrer Umgebung

Mobilfunkmast in der Nähe: Wie stark ist die Mobilfunkstrahlung wirklich?

Die Strahlung richtig einordnen

Wohnen Sie mit Blick auf einen Mobilfunkmast? Das ist kein schöner Anblick. Zum einen. Und zum anderen strahlt ein solcher Mast auch. Die Erfahrung von IBES zeigt, dass nicht nur die Entfernung entscheidend ist, sondern wie sich die Mobilfunkstrahlung vor Ort ausbreitet.

Komplexe Felder im Wohnumfeld

Mobilfunkantennen senden nicht gleichmäßig in alle Richtungen. Sie sind ausgerichtet und senden die Strahlung kegelförmig aus. Sie arbeiten innerhalb eines komplexen Umfelds aus Gebäuden und Strukturen. Hochfrequente Strahlung durchdringt Beton, Stein und Holz sowieso.

Wie Strahlung wirkt

Strahlung wird beim Durchdringen:
Dadurch entstehen in Gebäuden oft sehr unterschiedliche Messwerte – selbst innerhalb derselben Wohnung.

Messung liefert Fakten

Es gilt deshalb: Die Entfernung zur Antenne allein sagt wenig über die effektive Strahlung aus.

Nur eine Messung auf Grundlage der Grenzwerte liefert Fakten. IBES hält sich dabei an offizielle behördliche sowie baubiologische Grenzwerte.

5G Antenne und körperliche Symptome

Testimonial aus Mailanfragen

IBES erhält immer wieder Anfragen von besorgten Menschen, etwa folgende:
Bei mir wurde gegenüber meiner Wohnung eine Antenne mit 5G ausgerüstet. Seit diesem Zeitraum habe ich ein Ekzem im Gesicht und rote, heisse Ohren. Ich weiss nicht, ob es Zufall ist oder nicht.
Ich wohne seit anfangs Februar dieses Jahr an der genannten Adresse. Da ich praktisch in einem Industriequartier wohne und in der Nähe mehrere 5G Antennen installiert sind, habe ich ein wenig recherchiert und bin ziemlich neugierig und ebenso auch skeptisch geworden. Da ich zwei kleine Kinder bei mir habe, wollte ich mich erkundigen, was eine professionelle Strahlenmessung, inkl. Analyse und einem offiziellen Bericht, kosten würde. Zusätzlich wäre noch wichtig zu erfahren, was es bei erhöhter Strahlung für Lösungen geben würde.

Grenzwerte für Mobilfunk und 5G

Die Grenzwerte für Mobilfunk und 5G in Deutschland basieren international auf Empfehlungen der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) und wurden von Behörden wie dem Bundesumweltministerium und der Strahlenschutzkommission als „ausreichend schützend“ bewertet. Die Tabelle gibt Ihnen einen vereinfachten Überblick. Sie ersetzen keine Messung bei Ihnen zu Hause oder im Büro.

Diese Grenzwerte sollen ausreichend schützen

Bereich Typischer Grenzwert / Richtwert Was bedeutet das?
Mobilfunk (Antennen) z.B. 41–61 V/m (gesetzlicher Maximalwert, je nach Frequenz) Obergrenze für die Feldstärke im freien Raum, abgeleitet aus internationalen Empfehlungen für die Allgemeinbevölkerung.
WLAN Kein fixer Grenzwert, reale Werte meist deutlich unter Mobilfunkgrenzwerten. Die Belastung hängt stark von Abstand, Sendeleistung und Nutzungsdauer ab und lässt sich im Alltag gut reduzieren (z.B. nachts abschalten).
Smartphone (SAR) Max. 2 W/kg (am Kopf bzw. Körper, je nach Messvorschrift) Der SAR-Wert ist ein Laborprüfwert und zeigt, wie viel Sendeleistung ein Gerät bei Normtests maximal abgibt.
Innenräume Individuell, je nach Quellen im und ums Gebäude Die reale Gesamtexposition ergibt sich aus allen Quellen zusammen und ist nur durch eine Messung vor Ort zuverlässig beurteilbar.

Die rechtlich verbindlichen Grenzwerte für hochfrequente Felder (z.B. Mobilfunk Basisstationen) sind in Deutschland in der „Verordnung über elektromagnetische Felder“ (26. BImSchV) festgeschrieben. Diese Verordnung übernimmt im Kern die Empfehlungen der internationalen Kommission ICNIRP und legt fest, welche Feldstärken an öffentlich zugänglichen Orten maximal zulässig sind.

Einordnung & Regulierung

Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung: Was sie aussagen – und was nicht

Gesetzliche Regelung

Mobilfunkstrahlung ist gesetzlich geregelt. Antennen müssen genehmigt werden, und Grenzwerte legen fest, wie stark die elektromagnetische Strahlung maximal sein darf. Gleichzeitig ist wichtig zu verstehen, was diese Regeln leisten und was nicht.

Individuelle Belastung

Was bedeutet das für Sie? Grenzwerte geben eine rechtliche und wissenschaftliche Orientierung. Sie sagen aber nichts darüber aus, wie hoch die individuelle Belastung in Ihrem Wohnzimmer, Ihrem Schlafzimmer oder am Arbeitsplatz für Sie ist.

Grenzwerte

Grenzwerte basieren auf internationalen Empfehlungen von ICNIRP und werden national umgesetzt. Sie orientieren sich am aktuellen Stand der Wissenschaft.

Schutzwirkung

Grenzwerte sollen vor nachgewiesenen Effekten schützen, insbesondere vor Erwärmung im Gewebe durch starke Strahlung.

Grenzen

Langzeitwirkungen, individuelle Empfindlichkeiten und Belastungen unterhalb der Grenzwerte werden wissenschaftlich weiter untersucht.

Genehmigung

Mobilfunkanlagen müssen ein Prüfverfahren durchlaufen. Betreiber müssen nachweisen, dass Grenzwerte eingehalten werden. Eine aktuelle Übersicht von 5G Antennen finden Sie hier.

Kontrolle

Behörden überwachen, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Das sagt jedoch nichts darüber aus, wie die individuelle Belastung in Ihrer Wohnung ist.

Das sagen die Behörden

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sieht für hochfrequente elektromagnetische Felder (Mobilfunk, WLAN etc.) bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte derzeit keine wissenschaftlich gesicherten Belege für negative Gesundheitseffekte.

Viele Studien wurden ausgewertet; auf dieser Basis kommt das Amt zum Schluss, dass die Grenzwerte ausreichend Schutz vor bekannten gesundheitlichen Wirkungen bieten, insbesondere vor Erwärmung des Gewebes. Das BfS betont jedoch, dass Mobilfunk ein relativ junges Forschungsfeld sei und Langzeitwirkungen weiter untersucht werden.

Quellen

Das sagen die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz

Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz weisen in Ihrer Medienmitteilung vom Mai 2025 darauf hin, dass die aktuelle Studienlage keine abschließende Entwarnung erlaubt. „Wir geben nach wie vor keine Entwarnung für hochfrequente elektromagnetische Strahlung.“

In ihrer Stellungnahme vom 26. Februar 2024 an das Bundesamt für Kommunikation, Schweiz  zu künftigen Mobilfunkfrequenzen in der Schweiz betonen sie zudem, dass insbesondere Millimeterwellen im Bereich 26 und 40 GHz erst dann breit genutzt werden sollten, “…wenn eine verlässliche Risikobeurteilung möglich ist und laufende Studien ausgewertet wurden“.

Quellen

Wie sich Mobilfunkstrahlung in Gebäuden verteilt

Mobilfunkstrahlung verteilt sich in Gebäuden nicht gleichmäßig. Wände, Fenster und Materialien können Signale abschirmen, verstärken oder umlenken. Deshalb entstehen selbst innerhalb eines Raumes unterschiedliche Belastungen.

Unerwartete Ergebnisse durch erhöhte Belastung

Unsere Messungen zeigen oft unerwartete Ergebnisse: zum Beispiel Bereiche mit erhöhter Belastung an Stellen, die nicht direkt zur Antenne zeigen. Das erklärt, warum eine Belastung von außen schwer vorhersehbar ist. Zwei Wohnungen im selben Gebäude können sehr unterschiedliche Messwerte aufweisen.

Strahlungsquellen

Mobilfunkstrahlung im Alltag

In der Praxis wirkt selten nur eine Quelle. Besonders Handystrahlung wird häufig unterschätzt. Die Gesamtbelastung ergibt sich aus mehreren Signalen, die sich überlagern. Dazu gehören Mobilfunkantennen von außen, Nachbar-WLAN, das eigene WLAN, Smartphones, Tablets und andere funkende Geräte im Haushalt.

Handystrahlung: Wie viel Strahlung Ihr Smartphone verursacht

Das Handy nutzen die meisten Menschen nah am Körper. Deshalb ist Handystrahlung für viele Menschen die direkteste Form der Mobilfunkstrahlung. Es passt seine Sendeleistung automatisch an die Umgebungssituation an. Das bedeutet: Die Strahlung Ihres Handys variiert, wenn Sie im Zug telefonieren oder auf einem Berggipfel mit schwachem Empfang.

Unter Laborbedingungen

Der SAR-Wert Ihres Smartphones

Der SAR-Wert Ihres Handys gibt eine Orientierung, bildet aber nicht die reale Strahlenbelastung ab. Denn er zeigt Laborwerte unter definierten Bedingungen. Und nicht die tatsächliche Belastung, wenn Sie mit dem Handy telefonieren.

Telefonat im Zug, Auto oder Keller

Schlechter Empfang, hohe Sendeleistung

Telefonat im Wohnzimmer mit gutem Netz

Guter Empfang, geringere Sendeleistung

Telefonieren mit Headset und Abstand

Abstand zum Kopf reduziert die Belastung weiter.

5 Tipps für den Alltag

Wie lässt sich Handystrahlung reduzieren?

Gesünder leben mit weniger Handystrahlung im Alltag.

Wissenschaftliche Einordnung

5G-Strahlung und Mobilfunkstrahlung: Was sagt die Forschung zu gesundheitlichen Auswirkungen?

Die Forschung zu elektromagnetischen Feldern ist umfangreich. Internationale Behörden gehen davon aus, dass geltende Grenzwerte vor nachgewiesenen gesundheitlichen Effekten schützen. Gleichzeitig werden mögliche Langzeitwirkungen, biologische Effekte unterhalb der Grenzwerte und individuelle Empfindlichkeiten weiter untersucht.

Quellen

Vgl. WHO, «Electromagnetic fields» und BAFU, «Internationale Forschung zu hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF EMF)».

Was bedeutet „möglicherweise krebeserrgend“?

Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC stuft hochfrequente elektromagnetische Felder als „möglicherweise krebserregend“ ein. Diese Einstufung bedeutet: Es gibt Hinweise, aber keinen abschließenden wissenschaftlichen Beweis. Für Ihre konkrete Situation liefert die Studienlage deshalb keine direkte Antwort. Entscheidend ist, wie hoch die tatsächliche Belastung an Ihrem Wohnort, Schlafplatz oder Arbeitsplatz ist. Das zeigt auch die Erfahrung von IBES, wenn wir bei Personen zu Hause messen.

Im Bericht „5G and health“ hält der Rat folgendes fest:

  • dass es noch keine Studien zu den spezifischen 5G‑Frequenzen gibt.
  • dass mögliche Zusammenhänge mit Krebs, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft zwar nicht bewiesen und nicht wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen sind.
  • dass weitere Forschung sowie Monitoring der Exposition vor, während und nach dem 5G‑Rollout nötig sind.

Fazit: Die Forschung liefert Hinweise – aber keine klare Aussage oder komplette Entwarnung für Ihre konkrete Situation.

Sie interessieren sich für wissenschaftliche Studien? Die finden Sie hier:

Profimessung oder selber messen?

Ob professionelle Elektrosmog-Messung durch IBES oder eigene Kontrolle mit einem Messgerät – wir bieten für jeden Bedarf die passende Lösung.

Schadet Handy-Strahlung dem Gedächtnis?

Es ist uns inzwischen ein vertrautes Bild: Menschen und ihr Smartphone. Egal ob an der Bushaltestelle, im Zug, im Fitnesscenter.

Überall ist die, man mag fast sagen, Verlängerung unserer Persönlichkeit, mit dabei. Was viele vergessen: Das eigene Smartphone stellt eine hohe Strahlenbelastung dar. Bei schlechter Verbindung strahlt ein Handy bis zu 10 000-mal höher als bei guter Verbindung.

Was Studien zur Handynutzung zeigen

Wussten Sie, dass die Handynutzung einen Einfluss auf unsere Gedächtnisleistung hat? Ein Gedächtnistest mit Jugendlichen zeigt: Jugendliche mit einer hohen Strahlendosis schnitten deutlich schlechter ab als jene mit einer niedrigen Strahlendosis. Der Neurologe Christian Hess, Professor für Neurologie und Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik an der Universität Bern, wird im Bericht des SRF dazu: «Es ist keine Alarmstimmung angesagt, aber wir können die Studie nicht auf die leichte Schulter nehmen.»

Wenn das Handy zur Belastung wird

Fühlen Sie sich ermuntert, das Handy hin und wieder beiseitezulegen? Verminderter Gedächtnisleistung kann eine Folge von zu hoher Strahlenbelastung sein. Menschen berichten uns aber auch immer wieder über Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Tinnitus.

Video: IBES-Messung von Handymasten

Nächster Schritt

Wie möchten Sie Ihre Situation prüfen?

Die entscheidende Frage bleibt: Wie stark ist die Belastung bei Ihnen? Ein Messgerät ist ein preiswerter erster Schritt für eine erste Orientierung. Eine Profimessung liefert klare Werte und konkrete Empfehlungen.

Die wichtigsten Fragen zu 5G und Mobilfunk

Rund um 5G und Mobilfunk gibt es viele Fragen und unterschiedliche Einschätzungen. Hier finden Sie kompakte, verständliche Antworten auf die wichtigsten Themen – von Strahlung und Messung bis hin zu alltäglichen Auswirkungen auf die Gesundheit.
Nein, pauschal ist 5G-Strahlung nicht gefährlicher als frühere Mobilfunkstandards wie 4G. Beide basieren auf hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung, die sich physikalisch nicht grundlegend unterscheidet. Der Unterschied liegt vor allem in der Signaltechnik und Nutzung, nicht in einer neuen Art von Strahlung. Entscheidend ist daher, wie hoch die tatsächliche Belastung durch Mobilfunkstrahlung an Ihrem konkreten Aufenthaltsort ist.
Die Stärke von Mobilfunkstrahlung lässt sich nicht pauschal angeben, da sie stark von der konkreten Umgebung abhängt. Faktoren wie Entfernung zur Antenne, Gebäudestruktur, Nutzung im Netz und eigene Geräte spielen eine zentrale Rolle. In der Praxis entstehen oft überraschende Unterschiede – selbst innerhalb eines Raumes. Wie hoch die Belastung tatsächlich ist, lässt sich deshalb nur durch eine Messung vor Ort zuverlässig bestimmen.
Handystrahlung ist oft eine der wichtigsten persönlichen Quellen, da das Gerät direkt am Körper genutzt wird. Besonders bei schlechtem Empfang erhöht das Smartphone automatisch seine Sendeleistung, wodurch die Belastung deutlich ansteigen kann. Das bedeutet: Die eigene Nutzung hat häufig mehr Einfluss als äußere Quellen wie Mobilfunkantennen. Mit einfachen Maßnahmen wie Abstand oder Headset lässt sich die Belastung gezielt reduzieren.
Ja. Im Flugmodus deaktiviert das Smartphone die Funkverbindungen und reduziert dadurch die Mobilfunkstrahlung deutlich.
5G-Strahlung wird mit speziellen Hochfrequenz-Messgeräten gemessen. Entscheidend sind reale Messwerte vor Ort, da sich Mobilfunkstrahlung je nach Gebäude, Nutzung und Empfang stark unterscheiden kann.
Die Forschung untersucht weiterhin mögliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf Tiere. Derzeit gibt es keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege für konkrete Schäden durch 5G im Alltag. Gleichzeitig wird das Thema weiter erforscht.