Ursachen für verändertes Verhalten prüfen

Elektrosmog bei Tieren – Auffälligkeiten erkennen

Wenn sich das Verhalten Ihres Tieres verändert

Seit einiger Zeit wirkt Ihr Hund unruhig und meidet plötzlich seinen gewohnten Platz. Die Katze schläft nicht mehr im Wohnzimmer. Im Stall sinkt die Milchleistung, obwohl Fütterung und tierärztliche Betreuung stimmen.

Was ist da bloß los? Sie beobachten, vergleichen und suchen nach Veränderungen. Und stoßen irgendwann auf eine Frage, die viele Tierhalter erst spät stellen: Könnten technische Anlagen oder elektrische Felder im Umfeld eine Rolle spielen?

Ist Elektrosmog schädlich für Tiere? Prüfen Sie ihr Umfeld.

Elektrosmog als möglicher Einflussfaktor im Umfeld

IBES erklärt, welche Hinweise ernst zu nehmen sind, was sich fachlich einordnen lässt und wann es sinnvoll sein kann, Wohnbereich, Stall oder Weide technisch prüfen zu lassen.

Dabei geht es darum, mögliche Einflussfaktoren sachlich zu betrachten und Auffälligkeiten im Umfeld Ihres Tieres besser einzuordnen. So können Sie gezielt entscheiden, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

Profimessung oder selber messen?

Ob professionelle Elektrosmog-Messung durch IBES oder eigene Kontrolle mit einem Messgerät – wir bieten für jeden Bedarf die passende Lösung.

Tiere als Frühwarnsystem

Können Tiere durch Elektrosmog krank werden?

Tiere können nicht sagen, was sie stört. Sie zeigen es durch veränderte Verhaltens- und Körpersignale. Die Katze schläft nicht mehr auf ihrem gewohnten Platz. Das Pferd wird nervös ohne erkennbaren Grund. Der Hund meidet plötzlich einen bestimmten Raum. „Unser Hund zog sich neben den Schlafzimmerschrank auf den Boden zurück, statt sein komfortables Bett zu nutzen“, erzählt ein IBES-Kunde.
Fachberichte und internationale Reviews beschreiben Tierstudien, in denen elektrische und magnetische Felder das Verhalten oder Stressniveau beeinflusst haben. Studien zur Magnetorezeption (Fähigkeit, das Magnetfeld der Erde wahrzunehmen) zeigen, dass Tiere – etwa Zugvögel – das Erdmagnetfeld zur Orientierung nutzen und künstliche Felder sie stören können.

Hinweise aus Praxis und Forschung

Für typische Alltagssituationen mit Hunden und Katzen gibt es vor allem Praxisberichte und kleinere Untersuchungen, etwa zu Haustier Trackern oder Technik im Stall. Ein einheitliches Bild, das klar sagt „Alltags Elektrosmog macht Tiere krank“, gibt es nicht. Wenn aber Ihr Haustier plötzlich ein eigenartiges Verhalten an den Tag legt, prüfen Sie sein Umfeld und die Technik genauer.

Verwendete Quellen und zum Weiterlesen

Typische Symptome bei Hund, Katze und Nutztieren

Von folgenden Auffälligkeiten berichten Tierhalter in der Praxis immer wieder. Sie sind kein Beweis für Elektrosmog als Ursache, können aber Anlass sein, Stall, Wohnbereich oder Schlafplatz genauer zu prüfen.

Wir von IBES hören bei Stall und Haustiermessungen häufig ähnliche Geschichten: „Seit die neue Anlage läuft, ist die Herde nervös“, „Seit der neue Zaun steht, meidet das Pferd seine Box“, „Der Hund liegt nicht mehr neben der Steckdosenleiste“. Unsere Aufgabe ist dann, mit Messungen zu prüfen, ob an diesen Stellen tatsächlich auffällige Feldstärken vorkommen.

Fallbeispiel 1

Talacherhof in Lengnau – wenn Streustrom den Melkstand aus dem Takt bringt

Erheblicher Ertragsausfall

Patrick Müller bewirtschaftet den Talacherhof in Lengnau (Schweiz) mit Milchkühen und Ackerbau. In den Jahren 2006/07 vergrößert er seinen Stall auf rund 60 Plätze, baut den Melkstand aus und schafft mehr Platz für die Herde. Kurz nach dem Umbau gerät der Betrieb ins Schleudern: Die Kühe lassen sich schlechter melken, die Zellzahlen steigen, der Medikamenteneinsatz nimmt zu und der Hof verzeichnet einen erheblichen Ertragsausfall.

Messungen zeigen Streustrom im Melkstand

Müller holt Tierärzte, Berater und Elektrofachleute auf den Hof. Messungen zeigen Streustrom im Melkstand. Und zwar genau dort, wo die Kühe während des Melkens mit Metallteilen und Boden in Kontakt stehen. Gleichzeitig liegt der erweiterte Stall näher an einer Hochspannungsleitung; die Distanz hat sich durch den Umbau um rund 26 Meter auf etwa 78 Meter verringert.

Was der Potenzialausgleich damit zu tun hat

In einer Testphase schaltet der Netzbetreiber die Hochspannungsleitung zeitweise ab. Laut Bericht sinkt der gemessene Streustrom am Potenzialausgleich auf dem Betrieb in dieser Zeit um etwa 90 Prozent. Der Potenzialausgleich verbindet leitenden Teile eines Gebäudes elektrisch miteinander, damit zwischen Boden, Metallteilen und Tieren keine gefährlichen Spannungsunterschiede entstehen. Für Patrick Müller ist das ein Schlüsselpunkt: Er sieht, dass die äußere Leitung und der interne Potenzialausgleich zusammenwirken.

Die Herde beruhigt sich

Auf Anraten eines Melkberaters passt er den Potenzialausgleich an und verbindet ihn mit demjenigen eines neu gebauten Fahrsilos. In den Wochen danach beruhigt sich die Herde, die Zellzahlen halbieren sich ungefähr und die Milchleistung stabilisiert sich wieder. Für den Landwirt markiert dieser Schritt den Wendepunkt: Die Milchwirtschaft läuft wieder rund, auch wenn der Streit mit dem Netzbetreiber und die juristischen Folgen noch eine Zeit lang weitergehen. Erst im Jahr 2024 zieht Patrick Müller in einem Schlussbericht den Strich und betrachtet den Fall als abgeschlossen.

Fazit

Dieser Fall zeigt sehr anschaulich, wie stark technische Faktoren wie Leitungsführung, Erdung und Potenzialausgleich in einem Milchviehstall wirken können. Er macht aber auch klar: Erst Messungen und eine saubere technische Analyse bringen alle Puzzleteile zusammen.
Dieser Fall macht deutlich, dass Tierhalter Veränderungen sehr genau wahrnehmen, und dass wir als Fachleute solche Beobachtungen ernst nehmen müssen.

Technik und Ruheplätze

Was Sie als Tierhalter konkret tun können

Ruhe- und Fressplätze prüfen

Liegt der Korb, die Box oder der Stallplatz direkt neben Leitungsbündeln, Trafokästen, Weidezaungeräten oder starken Verbrauchern? Magnetfelder sind direkt an Leitungen am höchsten. Sie nehmen mit Abstand deutlich ab. Ein versetztes Bett, ein anderer Boxenplatz können die Belastung am Tierplatz deutlich reduzieren.

Technikänderungen im Blick behalten

Tritt eine Verhaltensänderung kurz nach neuer Technik auf (z. B. Lüftungsanlage, Melkroboter, WLAN im Stall, Haustier-Tracker), lohnt sich ein strukturierter Check: Was hat sich wann geändert? Welche Quellen liegen nahe am Ruheplatz? Auch Veränderungen bei Abstand, Betriebszeiten oder Nutzung sollten dabei genauestens dokumentiert werden.

Elektrosmog messen lassen

Sie überlegen sich, ob Sie die Umgebung Ihrer Tiere auf Elektrosmog prüfen wollen, sind aber unsicher, ob Sie selber messen sollen oder einen Profi beauftragen sollen? Wir haben eine Entscheidungshilfe für Sie vorbereitet

Fallbeispiel 2

Beromünster – was nach dem Abschalten des Landessenders auffiel

Melkgeschwindigkeit stieg an

Bauer August Lang musste auf seinem Hof in der Nähe von Luzern (Schweiz) seinen Kühen vor dem Melken jahrelang Hormone verabreichen. Nach Abschalten des Mittelwellen-Landessenders Beromünster am 28. Dezember 2008 war dies nicht mehr nötig. Und: Die Melkgeschwindigkeit stieg um 1 Liter pro Kuh und Minute.

Vor der Abschaltung

Nach dem Abschalten des Senders

Am 28. Dezember 2008 wird der Landessender Beromünster endgültig abgeschaltet. Kurz danach beobachtet Bauer Lang:

Die Wissenschaftlerin ordnet ein

Silvia Ivemeyer, Agrarwissenschaftlerin am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), begleitet den Betrieb von August Lang in einem Projekt zu Eutergesundheit und Antibiotikareduktion. Sie bestätigt:
Auch Photovoltaikanalagen auf dem Dach eines Milchviehstalls können Auswirkungen haben.

Elektrosmog bei Tieren

Häufige Fragen (FAQ)

Mein Tier verhält sich seltsam. Könnte Elektrosmog die Ursache sein? Möglicherweise. Tierhalter berichten uns immer wieder von Verhaltensänderungen, die sie mit elektromagnetischen Feldern in Verbindung bringen. Zum Beispiel meiden die Tiere Räume oder bestimmte Plätze in der Wohnung, sind unruhig, haben keinen Appetit oder unerklärliche körperliche Beschwerden. Ein IBES-Kunde berichtet: „Mit dem erworbenen Meßgerät konnte ich zweifelsfrei feststellen, daß die vom Hund gewählte Stelle im Schlafzimmer die geringste Mobilfunkstrahlungsintensität im ganzen Zimmer aufweist.“ Messen Sie die tatsächliche Belastung. Und informieren Sie auch Ihren Tierarzt.
Es gibt Hinweise, Beobachtungen und Forschung zu einzelnen Tierarten und Mechanismen. Fachstellen wie das BfS betonen aber, dass das Bild je nach Tierart und Feldtyp sehr unterschiedlich ist und keine pauschale Aussage für alle Alltagssituationen erlaubt.
Was ist bei Nutztieren im Stall wichtiger: Funkquellen oder Streustrom? Im Stall sollten Sie sowohl Funkquellen als auch die elektrische Installation berücksichtigen. In der Praxis zeigen viele Fälle jedoch, dass Erdung, Potenzialausgleich und Streustrom oft zuerst geprüft werden sollten, weil sie direkt im Kontaktbereich der Tiere wirken. Streustrom bedeutet vereinfacht: Strom fließt nicht nur im vorgesehenen Kabel zurück, sondern nimmt unerwünschte Wege über Stallbauteile, Boden oder Metallteile und erzeugt dort kleine Spannungsunterschiede, die Kühe wahrnehmen können.
Die heute gültigen Grenzwerte für elektromagnetische Felder sind in erster Linie darauf ausgelegt, Menschen vor nachgewiesenen gesundheitlichen Effekten zu schützen. Sie beruhen auf Bewertungen internationaler Fachgremien wie der Weltgesundheitsorganisation. Das Bundesamt für Strahlenschutz übernimmt diese Bewertung. Mehr zu Grenzwerten und Gesetzen finden Sie hier.
Für eine erste Orientierung kann Ihnen Messgerät rasch und preiswert gute Dienste erweisen. Bei komplexen Fällen – etwa im Stall, nach Umbauten oder bei unklarer Quellenlage – reicht das oft nicht aus. Dann braucht es eine fachliche Messung und ein Experte, der die Ergebnisse fundiert einordnet. Unsere Profis messen mit Messgeräten von Narda, Fauser, Frequency Master und vielen mehr. Mehr dazu finden Sie unter Profimessung.

Profimessung oder selber messen?

Ob professionelle Elektrosmog-Messung durch IBES oder eigene Kontrolle mit einem Messgerät – wir bieten für jeden Bedarf die passende Lösung.