Tinnitus und Elektrosmog

Elektrosmog und Tinnitus: ein möglicher Zusammenhang

In Ihren Ohren pfeift, sirrt oder brummt es. Das Geräusch verändert sich. Mal nehmen Sie es kaum wahr, ein andermal raubt es Ihnen den letzten Nerv. Viele Betroffene fragen sich: Was beeinflusst das Ohrgeräusch und kann es sogar mit der Strahlung in meiner Umgebung zusammenhängen? Wissenschaftlich ist ein klarer Zusammenhang nicht bewiesen. Unsere Kunden aber vermitteln uns solche Beschwerden immer wieder glaubhaft.

Tinnitus richtig einordnen

Kundenanfrage

IBES erhält immer wieder solche oder ähnliche Anfragen. Und sie zeigen: Das Thema beschäftigt die Menschen, die nach Ursachen suchen. Eine Messung ersetzt keinen Arztbesuch. Aber sie kann Hinweise geben.
Wie bereits erwähnt, leiden mein Partner und ich seit Anfangs August 2024 unter sehr ähnlichen Symptomen, wie z. B. „Kopfrauschen“ (kein Tinnitus), unruhigem Schlaf und Müdigkeit. Je nach Tageszeit oder Ort verändert sich vor allem das „Kopfrauschen“ (manchmal helles „Sirren“) stark. Die Heftigkeit und die „Tonlage“ empfinden wir jeweils sehr ähnlich, beinahe synchron.

— verzweifele E-Mail einer Kundin

Profimessung oder selber messen?

Ob professionelle Elektrosmog-Messung durch IBES oder eigene Kontrolle mit einem Messgerät – wir bieten für jeden Bedarf die passende Lösung.

Was die Forschung sagt

Kann Elektrosmog Tinnitus verursachen?

Wie Tinnitus entsteht

Tinnitus entsteht meist im Zusammenspiel von Innenohr und Hörverarbeitung im Gehirn – oft nach Lärm, Hörsturz oder unter anhaltendem Dauerstress. Wie genau ein Tinnitus entsteht, bleibt komplex und ist nicht in jedem Fall geklärt. Auch Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des Hörsystems oder bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen.

Strahlung als möglicher Einfluss

In der Forschung diskutiert man, ob hochfrequente Strahlung das Nervensystem und die Hörverarbeitung beeinflussen kann. Besonders im Blick: das Handy direkt am Ohr. Forschende der MedUni Wien vermuten, dass die Strahlung von Gehörgang und Hörschnecke aufgenommen wird und dort den Kalziumhaushalt im Nervengewebe beeinflussen könnte.

Beobachtungen im Alltag

Einige Betroffene schildern zudem, dass ihr Ohrgeräusch je nach Ort und Tageszeit deutlich schwankt. Solche Schilderungen sind ein Hinweis. Und sie sind ein Anlass, die Umgebung gezielt und vorsorglich zu prüfen.

Quelle:

Mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen infolge nicht-thermischer Wirkungen bei Expositionen unterhalb empfohlener Grenzwerte werden nach wie vor wissenschaftlich diskutiert. Sie konnten bisher allerdings nicht wissenschaftlich belegt werden.

Handy und Tinnitus

Eine einzelne Studie sorgt für Aufmerksamkeit: Sie fand ein erhöhtes Tinnitus-Risiko bei intensiver, langjähriger Handynutzung. Doch wie belastbar ist dieser Zusammenhang – und welche Fragen sind wissenschaftlich noch offen?
Eine Fall-Kontroll-Studie der MedUni Wien verglich 100 Personen mit chronischem, ursächlich ungeklärtem Tinnitus mit 100 Personen ohne Ohrgeräusche. Das Ergebnis: Wer ein Mobiltelefon vier Jahre oder länger intensiv nutzte, hatte ein nahezu verdoppeltes Tinnitus-Risiko (Odds Ratio 1,95). Die Forschenden vermuten als Mechanismus die hochfrequente Strahlung des Handys, die von Gehörgang und Hörschnecke aufgenommen wird und dort den Kalziumhaushalt im Nervengewebe beeinflussen könnte. Wichtig zur Einordnung: Diese Studie steht relativ allein. Unabhängige Untersuchungen mit ähnlichem Aufbau haben das Ergebnis bisher nicht bestätigt.

Quellen:

Wissenschaft und Studien

Sie wollen tiefer in Wissenschaft und Studien in Bezug auf Elektrosmog und Gesundheit eintauchen?

Elektrosmog selbst prüfen oder messen lassen

Handy am Ohr – was passiert im Kopf?

Wie stark ist die Belastung durch Ihr Smartphone tatsächlich?
Messen Sie selbst nach oder lassen Sie die Strahlung professionell erfassen und einordnen.

Was helfen kann

Was kann ich bei Tinnitus durch Elektrosmog tun?

Wenn Sie Tinnitus haben, sollte der erste Schritt immer eine medizinische Abklärung sein. Parallel dazu kann es sinnvoll sein, Ihre Umgebung auf mögliche Reizquellen hin zu prüfen. So lassen sich mögliche Einflussfaktoren besser erkennen und gezielt reduzieren. Damit Sie Klarheit gewinnen und wissen, wo Sie Belastungen reduzieren können.

Zuerst zum Arzt gehen

Anhaltende Ohrgeräusche gehören in ärztliche Abklärung. Ein HNO-Arzt klärt körperliche Ursachen ab – von Lärmschäden bis Durchblutung. Dieser Schritt steht immer am Anfang. Erst danach lässt sich sinnvoll beurteilen, ob weitere Einflussfaktoren betrachtet werden sollten. Eine Messung ersetzt ihn nicht.

Handy vom Ohr nehmen

Der einzige ernstzunehmende Studienhinweis betrifft die Handynutzung direkt am Kopf. Telefonieren Sie deshalb mit Headset oder Freisprechfunktion, halten Sie Gespräche kurz und tragen Sie das Handy nicht dauerhaft am Körper. Diese vorsorgliche Massnahme reduziert das Tinnitusrisiko und generell die Strahlung am Kopf.

Funkquellen reduzieren

Schalten Sie das WLAN nachts aus, trennen Sie unnötige Geräte vom Netz, halten Sie Abstand zu DECT-Basisstationen. Diese Schritte kosten nichts und senken Ihre gesamte Exposition. Das ist ein sinnvoller Vorsorgeschritt, unabhängig davon, ob er Ihren Tinnitus beeinflusst.

Messung beauftragen

Sie haben das Gefühl, Ihr Tinnitus verändert sich je nach Ort? Eine professionelle Messung schafft Gewissheit. IBES erfasst alle Quellen innen und außen und zeigt Ihnen in einem Messbericht die vorhandenen Frequenzen auf und wie gross das elektromagnetische Spektrum ist. Dies ist die Grundlage für eine Konsultation mit Ihrem Arzt.