Wie stark sind die Felder wirklich?
Hochspannungsleitung und Elektrosmog
Wovon die Feldstärke abhängt
- vom Abstand zur Leitung, der Stromauslastung,
- wie die Leitungen geführt sind
- und wie die konkrete Situation am Aufenthaltsort aussieht.
Zwischen Wahrnehmung und Messbarkeit
Kann ich Hochspannungsleitungen körperlich spüren?
Die tatsächliche Belastung
Elektrosmog messen
Erste Orientierung
Wo verlaufen Hochspannungsleitungen in Deutschland?
Karte deutsches Höchstspannungsnetz
Wichtig
Das Grundprinzip
Welche Felder erzeugen Hochspannungsleitungen?
Niederfrequente elektrische und magnetische Felder
Magnetfelder dringen leichter durch Gebäude
| Feldart | Entsteht durch | Besonderheit |
|---|---|---|
| Elektrisches Feld | Spannung | wird durch Gebäude teilweise abgeschirmt |
| Magnetfeld | Stromfluss | dringt leichter in Gebäude ein |
| Hochfrequenz | Funktechnik | entsteht nicht durch Hochspannungsleitungen |
Die wichtigste Alltagsfrage
Welche Rolle spielt der Abstand zur Hochspannungsleitung?
Abstand beeinflusst die Feldstärke
Warum Abstand entscheidend ist
Was die Werte noch beeinflusst
- wie hoch die Leitung gespannt ist
- wie die Leiterseile angeordnet sind
- wie nah sich Wohnräume tatsächlich befinden
Abstand zur Leitung
| Abstand zur Leitung | Typische Tendenz |
|---|---|
| Direkt unter der Leitung | höchste Magnetfeldwerte |
| 20–50 Meter | deutliche Abnahme möglich |
| Größere Distanz | häufig deutlich geringere Werte |
Merke
Für Sie zum Einordnen
Offizielle Grenzwerte bei Hochspannungsleitungen
Grenzwerte und Vorsorgewerte
Mögliche Gesundheitsrisiken
Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) stuft niederfrequente Magnetfelder seit 2002 als „möglicherweise krebserregend“ (Gruppe 2B) ein. Hintergrund sind statistische Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für kindliche Leukämie bei langfristigen Belastungen oberhalb von etwa 0,3 bis 0,4 Mikrotesla. Das bedeutet nicht automatisch, dass Hochspannungsleitungen krank machen. Es bedeutet aber, dass Sie eine Dauerbelastung so weit wie möglich reduzieren sollten.
| Land | Grenzwerttyp | Elektrisches Feld | Magnetisches Feld | Geltungsbereich |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Immissionsgrenzwert (26. BImSchV) | 5.000 V/m | 100 µT | Alle Orte, an denen sich Menschen auch länger aufhalten |
| Deutschland | Anlagegrenzwert | — | — | Existiert nicht |
| Schweiz | Immissionsgrenzwert | 5.000 V/m | 100 µT | Überall, wo sich Menschen aufhalten können |
| Schweiz | Anlagegrenzwert | 5.000 V/m | 1 µT | Orte mit empfindlicher Nutzung (OMEN): Wohnungen, Schulen, Spielplätze, Kinderzimmer |
- Wichtige Unterschiede: Die Schweiz hat mit 1 µT einen 100-mal strengeren Vorsorge-Grenzwert als Deutschland für Wohngebiete. Deutschland kennt nur den 100-µT-Grenzwert ohne zusätzliche Vorsorgeregelung.
- Immissionsgrenzwert: Schützt vor wissenschaftlich nachgewiesenen Gesundheitsrisiken. Darf nirgends überschritten werden.
- Anlagegrenzwert: Vorsorgewert zum Schutz vor möglichen, noch nicht abschließend erforschten Langzeitwirkungen. Gilt nur in der Schweiz für sensible Orte wie Wohnungen und Schulen.
* µT Mikrotesla
Quellen und Fachstellen zu Hochspannungsleitungen
Grenzwerte und Gesetze
Kinderleukämie und Magnetfelder
Haben Sie Kinder? Seit 30 Jahren wird ein möglicher Zusammenhang zwischen niederfrequenten Magnetfeldern von Hochspannungsleitungen und Kinderleukämie diskutiert. Wissenschaftlich bestehen immer noch Unklarheiten. Deshalb will die Weltgesundheitsorganisation keine Entwarnung geben. Epidemiologische Studien zeigen einen möglichen Zusammenhang: Kinder, die langfristig (mehrjährig) Magnetfeldern über 0,4 Mikrotesla ausgesetzt sind, haben ein etwa doppelt bis dreifach erhöhtes Leukämierisiko.
Quelle: https://www.emf.ethz.ch/de/emf-info/themen/gesundheit/krebs/leukaemie
Weitere Infos
Aus der Praxis
Warum Menschen sich wegen Hochspannungsleitungen an IBES wenden
- nach einem Umzug
- beim Kauf einer Immobilie
- bei Schlafproblemen
- bei Kopfschmerzen ohne Ursache
- bei undefinierbaren Ohrgeräuschen
- bei nahen Hochspannungsleitungen
Ihr nächster Schritt
Profi beauftragen
Wenn Hochspannungsleitungen hörbar werden
Fachliche Einordnung zu hörbaren Hochspannungsleitungen
Was Swissgrid dazu erklärt
Sirren, Knistern oder ein unangenehmes Gefühl
Warum manche Menschen Hochspannungsleitungen wahrnehmen
„Ich hab meinem Mann kürzlich gesagt, dass ich diese Hochspannungsleitungen spüre. Er hat die Augenbrauen hochgezogen und gelächelt.“
Was eine Person wahrnimmt, lässt die andere kalt. Das ist gut möglich. Denn jeder Mensch reagiert individuell auf Elektrosmog:
- Sie fühlen sich unruhig.
- Sie nehmen undefinierbare Drückgefühle wahr.
- Sie schlafen schlecht.
- Ihre Haut kribbelt.
- In Ihrer Wohnung fühlt es sich „elektrisch“ an.
Wahrnehmung und Messwerte unterscheiden
Wissenschaftlich lassen sich solche individuellen Wahrnehmungen nicht immer eindeutig zuordnen. In der Praxis von IBES sind sie jedoch häufig der Anlass, dass unsere Kundschaft die tatsächliche Belastung vor Ort genau messen lassen will.
Wichtig ist dabei: Ihre Wahrnehmung und die messbare Feldstärke sind nicht automatisch dasselbe. Genau deshalb schafft eine professionelle Messung oft mehr Klarheit als reine Vermutungen.
Was Messungen vor Ort zeigen
Was bei Messungen nahe Hochspannungsleitungen häufig auffällt
Schlafzimmer auf Leitungsseite
Unterschiedliche Belastung im Haus
Schwankende Netzlast
Niederfrequente Quellen
Was Sie konkret tun können
Das können Sie bei einer möglichen Strahlenbelastung durch Hochspannungsleitungen tun
Aufenthaltsräume prüfen
Besonders relevant sind Schlafzimmer, Kinderzimmer und Arbeitsplätze.
Nicht nur die Entfernung betrachten
Entscheidend sind die tatsächlichen Messwerte im Gebäude und an den Aufenthaltsorten.
Zusätzliche Quellen berücksichtigen
Oft wirken mehrere niederfrequente Quellen (z. B. Netzteile, Verlängerungskabel o. ä.) gleichzeitig.
Messwerte professionell einordnen lassen
Eine seriöse Bewertung berücksichtigt Grenzwerte, Vorsorgewerte und die konkrete Wohnsituation.
Hochspannungsleitungen