Wie wirkt Elektrosmog auf Kinder?
Elektrosmog und die Gesundheit von Kindern
Wenn das Kinderzimmer plötzlich Fragen aufwirft
Was über Kinder und Elektrosmog bekannt ist
Was die Forschung über Kinder sagt
Kinder und Elektrosmog: Was ist bekannt?
- Kinder entwickeln sich noch und sind möglichen Umwelteinflüssen über viele Jahre hinweg ausgesetzt. Deshalb gelten sie als besonders schützenswert.
- Für hochfrequente Felder, wie sie durch Mobiltelefone, WLAN oder Mobilfunkanlagen entstehen, gibt es nach aktuellem Forschungsstand keine belastbaren Hinweise auf ein erhöhtes Hirntumorrisiko bei Kindern.
- Bei niederfrequenten Magnetfeldern, wie sie beispielsweise in der Nähe von Stromleitungen oder elektrischen Geräten auftreten können, wird ein möglicher Zusammenhang mit Leukämie im Kindesalter wissenschaftlich diskutiert. Bis heute konnte jedoch kein ursächlicher Zusammenhang nachgewiesen werden.
- Das Bundesamt für Strahlenschutz verfolgt die wissenschaftliche Entwicklung laufend und beteiligt sich an Forschungsprojekten sowie Fachveranstaltungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder.
Erhöhte Sensibilität
Ist Elektrosmog für Kinder gefährlicher?
Kinder gelten beim Thema Elektrosmog als besonders schützenswert. Das bedeutet aber nicht, dass alle Kinder automatisch sensibler reagieren. Viel mehr berücksichtigen Behörden wie das Bundesamt für Strahlenschutz sie besonders, weil sie sich noch entwickeln und mögliche Umwelteinflüsse sie über viele Jahre begleiten. Kinder wachsen mit Technologien auf, die aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken sind.
Kinder entwickeln sich noch
Organe, Nervensystem und Stoffwechsel verändern sich während der Kindheit laufend. Das macht Kinder empfindlicher gegenüber Umweltfaktoren. „Kinder sind im Allgemeinen strahlensensitiver als Erwachsene.“ Ursachen dieser Empfindlichkeit sind „eine längere Lebenserwartung, […] erhöhte Zellteilungsraten in jungen Jahren, […] und ein noch unreifes Immunsystem.“ Dr. Maria Gomolka, Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Der kindliche Kopf
Kinder leben mit Technologien
Vorsorge hat bei Kindern Vorrang
Messorte & Strahlungsquellen
Die Frage nach möglichen Gesundheitsrisiken
Elektrosmog und Gesundheit von Kindern: Was sagt die Forschung?
Zwischen Vorsorge und wissenschaftlicher Einordnung
Als Eltern wünschen Sie sich eine klare Antwort auf die Frage, ob Elektrosmog für ihr Kind gefährlich ist. Die gibt es nicht. Einerseits sehen Behörden wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) oder die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte keine nachgewiesenen Gesundheitsrisiken durch hochfrequente Felder wie Mobilfunk oder WLAN. Andererseits verfolgen dieselben Institutionen die Forschung weiterhin aufmerksam.
Klarheit statt Verunsicherung
Wir erleben in Gesprächen mit Familien häufig, dass die Vielzahl unterschiedlicher Aussagen im Internet verunsichern. Und viele Eltern wollen einfach wissen, ob im Kinderzimmer und im gesamten Wohnumfeld überhaupt relevante Quellen vorhanden sind und ob Handlungsbedarf besteht.
Kann Elektrosmog bei Kindern Leukämie auslösen?
Diese Frage begleitet die Forschung seit vielen Jahren. Und zwar in Bezug auf niederfrequente Magnetfelder. Solche Felder entstehen vor allem rund um Stromleitungen, Hausinstallationen und bestimmte elektrische Geräte.
Für niederfrequente Magnetfelder berichten das Bundesamt für Strahlenschutz und das Bundesamt für Umwelt von epidemiologischen Studien, in denen Kinder bei langfristigen Expositionen ab etwa 0,3–0,4 Mikrotesla häufiger an Leukämie erkrankten.
Wie Behörden die Studienlage einordnen
Das BfS formuliert dazu: „Erforschung der Ursachen für Leukämie im Kindesalter: Die Hinweise aus den epidemiologischen Studien reichen nicht aus, um als Nachweis einer Ursache‑Wirkungs‑Beziehung zu gelten.“
Das Bundesamt für Umweltschutz, Schweiz (BAFU) ergänzt:
„Selbst wenn Magnetfelder das Kinderleukämie‑Risiko also tatsächlich erhöhten, was bisher nicht bewiesen ist, hätte ein wenig exponiertes Kind nur ein sehr geringfügig höheres Risiko, an Leukämie zu erkranken.“
Fazit
Wenn ein Risiko existiert, scheint es sich zuerst bei Kindern zu zeigen. Insbesondere dort, wo Kinder über viele Jahre in der Nähe von Leitungen und Installationen leben. Wir finden: ein starkes Argument für Vorsorge!
Sie wollen tiefer in Wissenschaft und Studien eintauchen? Wir haben Wichtiges für Sie zusammengefasst.
Sind Handy, WLAN und Mobilfunk für Kinder ein Risiko?
Kinder reagieren nicht empfindlicher
Keine Hinweise auf erhöhte Risiken
Kritische Stimmen zu WLAN und Mobilfunktechnik
Trotz dieser Einschätzung melden sich auch Stimmen, die deutlich stärker zu Vorsicht raten.
Es gibt Initiativen und ärztliche Organisationen, die kritischer sind und ausdrücklich vor WLAN und Mobilfunktechnik im Umfeld von Kindern warnen.
diagnose:funk
Der Verein diagnose:funk wertet Studien zu WLAN aus und kommt zu einem deutlich strengeren Schluss:
Er empfiehlt, WLAN in Schulen und Kindergärten grundsätzlich zu vermeiden und verweist auf mehr als 100 ausgewertete Studien, die aus seiner Sicht gesundheitliche Risiken für Kinder nahelegen.
Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU)
Neben deutschen Fachstellen äußern sich auch ärztliche Organisationen in Nachbarländern kritisch zu Funktechnik.
Die Schweizer Organisation „Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU)“ verfolgt seit vielen Jahren den Wissensstand zu nichtionisierender Strahlung. Sie schreibt in ihrem Positionspapier „Mobilfunk und Strahlung“:
„Aus medizinischer Sicht ist deshalb das Vorsorgeprinzip zwingend. Das heisst: Minimierung der Strahlenbelastung bei Mobilfunkanlagen, Indoor-Netzwerken (z. B. WLAN, LAN) und Endgeräten.“
Weitere Infos
Wie kann ich mein Kind vor Elektrosmog schützen?
Babyphone
WLAN-Router
Steckdosenleisten und Netzteile
Schlafbereich
Gegenüberstellung
Wann reicht ein Messgerät, wann braucht es den Profi?
Selber messen
Sie sehen zum Beispiel:
- Wie stark der Router sendet.
- Wie sich der Abstand des Babyphones zum Bett auswirkt.
- Welche Geräte im Alltag messbare Felder erzeugen.
- Wie sich die Messwerte an verschiedenen Stellen im Raum unterscheiden.
Profi-Messung
Wir wir vorgehen:
- Wir gehen Ihr Kinderzimmer ystematisch mit geeichten Geräten ab.
- Wir unterscheiden Funkfelder, elektrische Felder und Magnetfelder.
- Wir legen die Messergebnisse neben Empfehlungen und Orientierungswerte.
- Wir schlagen Maßnahmen vor, die zu Ihrer Situation passen.
Aus dem Leben einer Familie
Fallbeispiel
Der Verdacht der Familie
Messung bringt Klarheit
Die Lösung
Elektrosmog bei Kindern
Häufige Fragen (FAQ)
Sind Kinder wirklich stärker gefährdet als Erwachsene?
Wir haben gerade eine neue Wohnung bezogen und fühlen uns unwohl. Was tun?
Ist Elektrosmog gefährlich für mein ungeborenes Kind?
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt für hochfrequente Felder wie Handy, WLAN und Mobilfunk dieselbe Linie aus: Unterhalb der geltenden Grenzwerte seien nach heutigem Stand keine gesundheitlichen Wirkungen nachgewiesen, gleichzeitig empfehle das BfS „einen vorsorglichen Umgang“, also: Handy nicht unnötig lange direkt am Körper, Headset nutzen, Router sinnvoll platzieren.
Mehr zu typischen Strahlungsquellen im Haushalt (Handy, WLAN, Induktionsherd, PV‑Anlage, Babyphone) auf unserer Strahlungsquellen‑Seite.
Was sagt das Bundesamt für Strahlenschutz zu Handy und Co.?
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt für hochfrequente Felder wie Handy, WLAN und Mobilfunk dieselbe Linie aus: Unterhalb der geltenden Grenzwerte seien nach heutigem Stand keine gesundheitlichen Wirkungen nachgewiesen, gleichzeitig empfehle das BfS „einen vorsorglichen Umgang“, also: Handy nicht unnötig lange direkt am Körper, Headset nutzen, Router sinnvoll platzieren.
Mehr zu typischen Strahlungsquellen im Haushalt (Handy, WLAN, Induktionsherd, PV‑Anlage, Babyphone) auf unserer Strahlungsquellen‑Seite.
Elektrosmog messen
Verwendete Quellen auf dieser Seite
- BfS Warum Kinder besonders empfindlich reagieren
- Kindergesundheit zu Kinder und Mobilfunk
- BfS Mobi-Kids Studie
- BfS zu Leukämie im Kindesalter
- BfS Wirkung hochfrequenter Felder:
- BAFU zur gesundheitlichen Auswirkung niederfrequenter Strahlung
- Diagnose:funk WLAN und Kinder
- Aerzte für Umweltschutz Stellungnahme Mobilfunk
- Pädiatrische Fachpublikation zu 5G und Kindergesundheit
- BfS Workshop zu Kinderleukämie
- Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): „Gemeinsame Auswertung von internationalen Studien zum Leukämierisiko bei Kindern durch Stromleitungen“